COVID-Impfstoff kurz vor der Zulassung: Licht in dunklen Pandemie-Zeiten

Fotoquelle: Büro Dr. Nüßlein MdB

Pünktlich zu Weihnachten erleuchtet uns nicht nur das Fest der Geburt des Herrn diese dunklen Pandemie-Zeiten, sondern auch die Erwartung auf den Start der Impfungen gegen COVID-19. In wenigen Tagen wird die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) die Entscheidung über die Zulassung des Impfstoffes von Pfizer und BioNTech treffen, nachdem die Bundesregierung gegenüber der EU gehörigen Druck zu einer Beschleunigung des administrativen Verfahrens aufgebaut hat. An der Gründlichkeit der medizinischen Prüfung ändert das beschleunigte Verfahren nichts. Die bürokratischen Abläufe wurden jedoch gestrafft und verkürzt, was ich sehr begrüße – so sollte es in Brüssel öfter gehen.

Mit dem 3. Bevölkerungsschutzgesetz haben wir als Gesetzgeber schon vor Wochen die Weichen dafür gestellt, wie die Impfungen orchestriert werden. Demnach regelt der Bund in einer Verordnung auf Basis der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) welchen Personengruppen als erstes eine Schutzimpfung angeboten wird (siehe Infokasten). Denn zu Anfang wird nur eine begrenzte Anzahl an Impfdosen zur Verfügung stehen. Deshalb müssen wir die zur Verfügung stehende Menge so effektiv wie möglich einsetzen, um schwere und tödliche Verläufe einer COVID-19 Erkrankungen zu verhindern.
Die zunächst verfügbaren Mengen an Impfdosen werden gemäß dem Bevölkerungsanteil an die Länder verteilt. Sobald der Impfstoff die europäische Zulassung erhält, werden die Impfungen fachgerecht in den Impfzentren, die die Bundesländer einrichten, sowie von mobilen Impfteams vorgenommen. Schon heute sind Impfzentren – beispielsweise in Weißenhorn und Krumbach – betriebsbereit. Außerdem stehen mobile Impfteams zur Verfügung, die in stationäre Einrichtungen wie Senioren- und Pflegeheime gehen oder Hausbesuche machen können.

Ich halte es für bemerkenswert, dass wir in weniger als einem Jahr seit Ausbruch der Pandemie einen in Deutschland entwickelten Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus haben, der praktisch einsatzbereit ist. Diese Erfolgsgeschichte zeigt die Innovationskraft in unserem Land und die Leistungsfähigkeit unserer staatlichen Strukturen. Dies macht Mut, dass wir die anderen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Pandemie auch bewältigen können nach dem Motto: gemeinsam sind wir stark! Illusionen darf man sich trotzdem nicht machen: Das Impfen wird eine Weile dauern.