Neuer Mobilfunkmast in Buch ermöglicht digitale Anwendungen von heute und morgen

Fotoquelle: Vodafone PR Arndt Hecker

Einen sehr erfreulichen Vor-Ort-Termin hatte ich kürzlich im Bucher Ortsteil Nordholz (Landkreis Neu-Ulm) zusammen mit dem stellvertretenden Landrat Ludwig Daikeler und dem Bucher Bürgermeister Markus Wöhrle: Dort hat Vodafone einen neuen High-Tech-Mobilfunkmast in Betrieb genommen. Einen der ersten seiner Art in ganz Deutschland: Mit einer neuen Technik, dem sog. „Dynamic Spectrum Sharing“, können die Handybesitzer den 4G (LTE)-Standard UND die neue 5G-Technik nutzen. Man muss sich in Buch also kein neues Smartphone kaufen, wenn das alte noch keinen 5G-Empfang hat. Wer aber die superschnelle 5G-Technik schon jetzt nutzen will, kann das in Buch und Umgebung schon tun.

Mit dem neuen Mast ist nicht nur garantiert, dass Funklöcher in der Umgebung von Buch nun endgültig der Vergangenheit angehören, sondern auch zukunftsweisende, digitalgesteuerte Anwendungen funktionieren. Dazu gehören z.B. die Bereiche automatisiertes Fahren, die digitale Steuerung von Energienetzen, Anwendungen im „Smart Home“, medizinische, digital unterstützte Diagnosen und Eingriffe, eine intelligente Verkehrsüberwachung und vieles mehr. Anwendungen also, bei denen Systeme in Echtzeit funktionieren müssen, ohne jegliche zeitliche Verzögerung. Und das geht nur mit 5G. Auch wenn solche Handlungsfelder im Landkreis Neu-Ulm sicherlich noch in den Kinderschuhen stecken: Die Voraussetzungen, dass sie funktionieren, haben wir schon. Wir sind anderen Regionen also um einiges voraus. Buch ist bereit. Die 5G-Welt kann hier starten!

Dass nicht nur Buch und Umgebung sowie der Landkreis Neu-Ulm von solchen Ausbaumaßnahmen profitieren, dafür stellt der Bund im Übrigen insgesamt 6,1 Milliarden Euro im Rahmen des Konjunktur- und Zukunftspakets zur Verfügung. Denn noch immer gibt es ländliche Regionen in Deutschland, wo man mit dem Handy gar nicht oder nur mit Störungen telefonieren kann und wo man digitale Anwendungen, die 2020 eigentlich selbstverständlich möglich sein sollten, nicht nutzen kann. Es zeigt sich aber seit Jahren, dass der Wettbewerb zwischen den natürlich ökonomisch denkenden Telekommunikationsunternehmen da nicht funktioniert, wo sich der Ausbau für die Firmen rechnerisch nicht lohnt. Und da muss der Staat ran. Das habe ich schon immer gesagt und gefordert.

Nicht notwendig, ja absurd wäre es jedoch, wenn in einer Kleinstadt oder gar in einem Ortsteil zwei oder mehr Anbieter ihren eigenen Mast aufbauen. Auch mit Blick auf die Diskussion um Strahlenbelastung trete ich hier für die gesetzliche Möglichkeit einer Verpflichtung der Anbieter ein, einen Mast gemeinsam für alle Kunden zu nutzen. Das wäre technisch möglich und würde Millionen einsparen, die an anderer Stelle – und zwar in ländlich geprägten Regionen – gebraucht werden. Die Mobilfunkbetreiber wollen davon wenig wissen, wie ich in manchen Gesprächen zu diesem Thema schon mitbekommen habe. Ich werde das Thema lokales Roaming aber weiterhin politisch forcieren.