Entwicklung intelligenter Corona-Schutzausstattung

Fotoquelle: Wanzl GmbH & Co. KGaA

Weil ich davon gehört hatte, dass die mit ihrem Hauptsitz in Leipheim ansässige Firma Wanzl innovative und wirkungsvolle Schutzausstattung zur Reduzierung des Ansteckungsrisikos mit Covid-19 entwickelt hat, habe ich das mir natürlich schon länger bekannte und weit über die Region hinaus erfolgreich tätige Unternehmen auch in Zeiten der Kontaktbeschränkungen besucht. Natürlich unter Achtung aller Abstands- und Hygieneregeln.

Gottfried Wanzl, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Wanzl-Unternehmensgruppe, und Klaus Meier-Kortwig, Vorsitzender der Geschäftsführung von Wanzl, erläuterten mir in einem sehr interessanten Gespräch ihr neues Hygienekonzept sowie die aktuelle Situation im Betrieb.

Es ist wirklich imponierend, mit welch großer Eigeninitiative und welchem Know-how Wanzl innerhalb kürzester Zeit ein Maßnahmenkonzept zum Schutz seiner Mitarbeiter erarbeitet und umgesetzt hat. Man merkt, dass das Unternehmen seine Fürsorgepflicht sehr ernst nimmt. Das Unternehmen präsentierte mir aber nicht nur Schutzlösungen für die eigene Belegschaft, sondern auch für die Mitarbeiter und Kunden des Handels. Klaus Meier-Kortwig erläuterte mir gegenüber, wie am Anfang der Krise kurzfristige und oft nur behelfsmäßige Lösungen ausreichen mussten. Mittlerweile habe man sich der Lage angepasst und entsprechend professionell reagieren können. Neben mechanisch-physischen Produkten, wie Nies- und Spuckschutzvorrichtungen, hat Wanzl mit dem sog. „3D People Counter“ eine effektive digitale Lösung entwickelt. Der 3D People Counter ist eine einfache Möglichkeit, die Anzahl der Kunden, die sich gleichzeitig in einem Markt aufhalten dürfen, zu steuern und damit ein Infektionsrisiko zu reduzieren. Die vollständig anonyme Kundenzählung liefert präzise Daten und sorgt für Transparenz. Über einen Bildschirm am Eingangsbereich werden Kunden über die Anzahl der Personen im Markt und über die aktuelle Zutrittsmöglichkeit informiert.

Ich war ehrlich beeindruckt über die Kreativität und Tatkraft, mit der Wanzl der Krise begegnet. Im weiteren Gespräch sondierte ich gemeinsam mit Klaus Meier-Kortwig und Gottfried Wanzl die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und informierte mich über maßgebliche Entwicklungen im Handel, beispielsweise der vermeintlichen Konkurrenz von Online- und Offline-Kanälen. Es hat mich natürlich gefreut, zu hören, dass es dem in meinem Wahlkreis gelegenen Unternehmen dank eines gelungenen Jahresstarts derzeit gut geht. Mittelständler wie Wanzl halte ich für das vielzitierte Rückgrat unserer Wirtschaft. Natürlich sind die staatlichen Ressourcen begrenzt und wir müssen mit Augenmaß vorgehen. Aber es ist essentiell, dass wir Politiker nicht nur mit Lobbyisten von Großkonzernen sprechen, sondern auch mittelständischen Unternehmern aktiv zuhören und deren Bedürfnisse berücksichtigen. Denn die schaffen die Arbeitsplätze und den Wohlstand vor Ort. Mit Gottfried Wanzl kam ich schnell überein, dass Politik und Wirtschaft eng zusammenstehen müssen – in normalen Zeiten und erst recht in Ausnahmesituationen wie der aktuellen. So etwas übersteht man nur gemeinsam. Das ist auch mein Credo und das meiner Fraktion in Berlin.