Besuch am Forschungsstandort von Boehringer Ingelheim in Biberach

Fotoquelle: Boehringer-Ingelheim

Kürzlich habe ich den Standort des Pharmaunternehmens Boehringer-Ingelheim in Biberach besucht. Beeindruckt haben mich insbesondere die Innovationen im Forschungsbereich in der „BioRegion Neu-Ulm/Ulm“. Dabei haben mir die Verantwortlichen ihr Großprojekt „Biocluster South Germany“ erklärt, das in der Region Ulm/Neu-Ulm angesiedelt ist. Unsere Heimatregion ist für Boehringer-Ingelheim der klare Schwerpunkt der biopharmazeutischen Produktion in Deutschland, wie mir die Manager versichert haben. Das höre ich als Schwabe natürlich gerne.

Dieses Cluster sollte im Interesse des Wirtschaftsstandorts Deutschland gestärkt werden. Zur Verbesserung der Kooperation zwischen Industrie und Wissenschaft empfiehlt sich die Ansiedelung eines neuen Großforschungsinstituts für Bioprozess- und Therapieforschung – idealerweise hier in unserer Region Ulm/Neu-Ulm. Dafür werde ich mich als für die Region zuständiger Wahlkreisabgeordneter, aber auch als für die Gesundheitspolitik zuständiger stellvertretender Vorsitzender meiner Fraktion politisch einsetzen.

Dass wir solche innovativen, forschenden Pharmafirmen politisch nicht bremsen, sondern unterstützen, ist nicht nur für uns alle als (potentiell künftige) Patienten wichtig, sondern auch ein beachtlicher Standortfaktor zur Schaffung und Sicherung von sehr guten Arbeitsplätzen. Da wird auch das von uns kürzlich beschlossene Forschungszulagengesetz, mit dem wir die Forschung in Deutschland künftig zielgerichtet fördern, positiv wirken. Es war höchste Zeit, dass wir dieses Instrument gesetzgeberisch umgesetzt haben. In fast allen OECD-Staaten existiert bereits eine ähnliche Form von steuerlicher Forschungsförderung. Im Einklang mit meinen Gastgebern spreche ich mich dafür aus, diese Mittel im kommenden Jahr deutlich zu erhöhen.

Weitere Themen bei meinem Besuch waren u.a. die von den Pharmaherstellern nicht gerne gesehenen Rabattverträge, die Systematik der Nutzenbewertung von neuen Arzneimitteln als zentrales Zulassungskriterium und die Preisfindung zwischen den hier beteiligten Stellen.

Sehr gerne und voller Überzeugung habe ich meinen Gastgebern in Biberach zugesichert, weiterhin in engem Austausch zu bleiben – schlussendlich zum Wohle der Patienten und unserer schwäbischen Heimatregion als attraktiver Wirtschaftsstandort mit noch attraktiveren Arbeitsplätzen.

Auf dem Foto (von links nach rechts): Dr. Gregor Strauch (Head of Corporate Office Berlin), ich, Dr. Sabine Nikolaus (Landesleiterin Boehringer Ingelheim Deutschland), Dr. Dirk Stenkamp (Leiter Forschung Deutschland), Dr. Carsten Michels (Manager National Health Care Affairs).