Millionen-Fördersummen für unsere Kulturjuwelen

Fotoquelle: Fürst Fugger-Babenhausen Zentralverwaltung

Die für mich schönste Nachricht dieser Sitzungswoche: Was ich von langer Hand zusammen mit den Haushaltspolitikern meiner Fraktion eingefädelt habe, hat der Haushaltsausschuss des Bundestages nun offiziell beschlossen: Aus dem Kulturetat des Bundeshaushalts 2020 fließen fünf Millionen Euro in die Sanierung des Klosters Wettenhausen (Gemeinde Kammeltal), vier Millionen Euro in die Sanierung und Umnutzung des Zehentstadels Babenhausen und weitere 2,5 Millionen Euro in die Renovierung des eigentlichen Fuggerschlosses in Babenhausen.

Die 5 Millionen Euro für Kloster Wettenhausen sind für den ersten Bauabschnitt, nämlich den Klausurenbereich, vorgesehen. Das Geld kann in den Jahren 2020 bis 2023 für Renovierungs- und Neugestaltungsmaßnahmen eingesetzt werden. Die Klausur ist das historische Zentrum der Klosteranlage und stammt im Kern aus dem 12. Jahrhundert. Das aktuelle Erscheinungsbild mit den markanten drei Türmchen der Ostfassade ist Ende des 17. Jahrhunderts entstanden. Die Klausur umfasst aktuell den Wohnbereich der Dominikaner-Schwestern und zukünftig auch einen Gästebereich. Neben dem Erhalt des kulturhistorisch wertvollen Gebäudes ist die anstehende Generalsanierung auch ein wichtiges Zeichen für die Zukunft des Klosters als ein „Ort des gelebten Glaubens“. Allein die Sanierung dieses Abschnitts wird laut der beauftragten Architekten 10,5 Millionen Euro kosten. Die Gesamtkosten für das zwischen den Jahren 2020 bis 2031 geplante Sanierungsprojekt belaufen sich auf 34,1 Millionen Euro. Da können fünf Millionen vom Bund nicht schaden.

Die 2,5 Millionen Euro für das Fuggerschloss Babenhausen können für die zwischen 2020 und 2022 geplante Sanierung des Ostteils des Neuen Schlosses eingesetzt werden. Allein dieses Teilprojekt verschlingt rund 5,4 Millionen Euro. Insgesamt werden auf den Eigentümer des Schlosses, die Fürsten-Familie Fugger, über 40 Millionen Euro an Renovierungskosten zukommen. 2025 soll das auf das Jahr 1237 zurückgehende Schloss dann wieder in altem Glanz erstrahlen.

Baurechtlich getrennt zu sehen vom eigentlichen Fugger-Schloss ist der Zehentstadel, der von der Marktgemeinde Babenhausen verwaltet wird. Die kann sich jetzt über vier Millionen Euro freuen, womit der Zehenstadel in den Jahren 2020 bis 2022 zum Veranstaltungs- und Kulturzentrum umgebaut werden soll. Das Gesamtprojekt wird über acht Millionen Euro kosten. Mit dem jetzt vom Bund veranschlagten Zuschuss wäre die Hälfte also schon finanziert.

Bislang waren nur punktuelle Förderungen etwa durch das Denkmalschutzsonderprogramm des Bundes möglich, die aber deutlich unter einer Million Euro lagen. Ein Tropfen auf den heißen Stein also bei diesen Gesamtkosten! Die Idee, Kloster Wettenhausen sowie Fuggerschloss und Zehentstadel Babenhausen über den Einzeletat für Kultur und Medien zu fördern, habe ich bei meinen Kollegen im Haushaltsausschuss bis zur Entscheidung des Haushaltsausschusses konsequent verfolgt. Ich freue mich sehr, dass unsere schwäbischen, weit über die Region hinaus bekannten und national bedeutenden Kulturjuwelen nun einen wirklich spürbaren Batzen an Fördermitteln aus der Bundeskasse überwiesen bekommen.