Mosaikstein für Mosaikstein bei der Sanierung des Klosters Wettenhausen

Die Sanierung und teilweise Umnutzung des Dominikanerinnenklosters Wettenhausen (Gemeinde Kammeltal) ist ein echtes Großprojekt. Ein kleines Teilprojekt davon ist nun erfolgreich abgeschlossen: Die Sanierung des westlichen Zwiebelturms.

Dazu bin ich gerne nach Wettenhausen gefahren, um mir ein Bild über die Baufortschritte zu machen. Das Projekt unterstütze ich schon seit vielen Jahren. So war ich nicht ganz „unschuldig“ daran, dass der Bund 120.000 Euro für die Renovierung des nun fertiggestellten Zwiebelturms zur Verfügung gestellt hat. Allein dafür müssen rund 250.000 Euro aufgebracht werden. Damit konnte die statische Begutachtung des aus dem Jahr 1688 stammenden Turmes, der Austausch bzw. Ergänzungen beschädigter Holzelemente bezahlt werden, die Dacheindeckung erneuert und die kupferne Turmspitze repariert werden, bei der die Vergoldung neu aufgelegt werden und so manches Einschussloch noch aus Kriegszeiten gestopft werden musste.

Das Teilprojekt Zwiebelturm ist aber erst der Anfang einer Reihe von weit größeren Vorhaben, die es zu finanzieren und anzupacken gilt. Das Gesamtprojekt ist ob der Größe und der finanziellen Dimension in vier oder fünf Bauabschnitte untergliedert. Dazu gehören die Ertüchtigung der ehemaligen Kloster-Brauerei und der früheren klostereigenen Mühle, die Sanierung des Hauptgebäude-Trakts, in dem auch der berühmte „Kaisersaal“ untergebracht ist, und die Renovierung des alten Zehentstadels. 2019 und damit als Nächstes soll im dritten Obergeschoss über dem Prälaturbereich ein Klostermuseum für die Öffentlichkeit auf einer Fläche von 320 Quadratmetern eingerichtet werden.

Ich freue mich jedenfalls, dass mit dem Zwiebelturm schon mal ein sichtbarer, zum Himmel ragendes Klosterelement wieder seinen alten Glanz gewonnen hat. Mosaikstein für Mosaikstein heißt die Losung für dieses aller Ehren werte Großprojekt. Ich danke allen Beteiligten, ob beruflich oder ehrenamtlich engagiert, die sich mit Rat und Tat dafür einbringen, Kloster Wettenhausen als Flaggschiff des Schwäbischen Barockwinkels wieder auf Vordermann zu bringen und als Kultur- und Begegnungsstätte zukunftsfest zu machen. Ich für meinen Teil werde das Projekt weiter unterstützen, wo ich nur kann.

Fotoquelle: Kloster Wettenhausen